Samstag, 30.03.2019 – Lesung: Traum und Wirklichkeit, Marne
(bekannt gemacht am 02.02.2019)

Traum und Wirklichkeit:
Eine szenische Lesung zu Leben, Werk und Wirkung Karl Mays

Am 30. März 2019, 17.00 Uhr
Ort: Gemeinde Christus König in 25709 Marne, Voigtsweg 5


Am 30. März 1912 starb der Volksschriftsteller Karl May.
Karl May ist mit seinem umfangreichen Werk tief in dem Bewusstsein der Deutschen verankert. Wer hat nicht von Winnetou gehört, von seinem Blutsbruder Old Shatterhand oder von Kara ben Nemsi und Hadschi Halef Omar!   Bis in die 80er Jahre haben Kinder und Jugendliche ihren Karl May mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen, haben sich von seinen Abenteuern packen lassen.
Doch wer weiß schon, dass der „katholische Protestant“ Karl May, ein Suchender war, ein Mensch, der strauchelte,  über sieben Jahre im Gefängnis war und sich dann in die Freiheit seiner Phantasielandschaften hineinträumte? Der als Lehrer Berufsverbot erhielt und  dann – wie zum Trotz -  zum „Lehrer seiner Leser“ avancierte. Erst durch ihn konnte  die Auflage der katholischen Wochenzeitung „Deutscher Hausschatz“  aus dem Hause Pustet, die während des Kulturkampfes im Deutschen Reich gegründet worden war,  um ein Vielfaches gesteigert werden und sich neben der auflagenstarken  „Gartenlaube“ behaupten.
Oder wer weiß, dass unser Dichter auch sehr musikalisch war und komponiert hat. Dass der Protestant Karl May ausgerechnet ein „Ave Maria“ gedichtet und vertont hat. Der am Ende seines Lebens als Freund Bertha von Suttners sich und sein Werk der Weltfriedensidee widmete. Ein Dichter, der sich bereits im ausklingenden  19. Jahrhundert gegen den Trend der Zeit für Toleranz ggü. anderen Völkern und Religionen einsetzte und bis kurz vor seinem Tod vor dem großen Krieg warnte, der dann schlimmer wurde, als er es je erahnen konnte.

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Karl-May-Gesellschaft, die sich 1969 bei ihrer Gründung u.a. zum Ziel gesetzt hatte,  dem Autor und seinem Werk einen angemessenen Platz in der Literaturgeschichte zu verschaffen, wollen wir hier in Marne, in der Gemeinde Christus König, an diesen merk – würdigen alten Mann erinnern. Mit einer szenischen Lesung aus seinen verschiedenen Schaffensperioden sollen Leben, Werk und Wirkung  Karl Mays lebendig werden. Lassen Sie sich am Sterbetag Karl Mays, am Samstag, den 30. März, auf Vergnügliches und Nachdenkliches ein. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt Karl Mays.

Mitwirkende:
Erzähler:                         Walter Mahr (Hamburg)
Karl May:                         Christian Wagener (Hamburg)
Texte aus dem Werk:                 Manfred Mahr (Marne)
Steckbriefe, Chronist u. weitere Stimmen:    Winfried Lehmann (Marne)
Bertha von Suttner:                 Gerti Mahr (Marne)
Gesang:                        Christian Wagener (Hamburg)
Klavier:                        Tim Steinke (Brokdorf)


Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Restaurierung unserer Kirchenfenster  von Frans Griesenbrock sind willkommen.