Dienstag, 17.03.2020 – ABGESAGT - Vortrag: „Karl May – Zuchthäusler, Phantast und Mystiker“, Berlin
(bekannt gemacht am 25.02.2020)


Die besondere Veranstaltung in der Fastenzeit:

„Karl May – Zuchthäusler, Phantast und Mystiker“

Wer den Namen Karl May hört, wird automatisch an Winnetou und Old Shatterhand denken, an Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, an Verfolgungsjagden im Wilden Westen und Abenteuer in der arabischen Wüste. Die Verfilmung einiger seiner Werke tat  ein Übriges, um diesen Reiseschriftsteller in eine bestimmte Schublade zu stecken.

Doch aus welchen Verhältnissen kam dieser umstrittene Autor und wie verlief sein privates Leben?  Wenige dürften z.B. wissen, dass May ein Ave Maria gedichtet und komponiert hat. Während seiner zweiten Gefängniszeit – er war in seiner frühen Zeit zweimal vier Jahre im Zuchthaus – spielte er im katholischen Gottesdienst die Orgel. Doch diente ihm dieser Aufenthalt auch zur Läuterung, da er dort verständnisvolle Geistliche fand, die ihm halfen, seinen zerrütteten Geisteszustand ins Gleichgewicht zu bringen. So konnte er nach seiner zweiten Entlassung damit beginnen, eine erfolgreiche Laufbahn als Schriftsteller einzuschlagen. In seinen bekannten Werken setzte er sich mit dem Schicksal der unterdrückten Völker Nordamerikas auseinander und versuchte ferner, auch die arabischen Stämme seinen Lesern nahe zu bringen, die damals unter den Kolonialmächten litten.

Vor allem im vorgerückten Alter schrieb er Bücher mit einem weltanschaulich-religiösem Inhalt, der seine pazifistische und christlich-humanitäre Einstellung widerspiegelte. Ferner brachte er einen Band „Himmelsgedanken“ mit geistlichen Gedichten von ihm heraus, die heute zumeist unbekannt sind; 1912 starb er.

Bernd Körner

Es erwartet Sie ein spannender Themenabend.

 


Datum:
Beginn: 17.03.2020 - 19:00
Ende: 21:00    


Ort: St. Markus
Am Kiesteich 50
13589 Berlin